Dienstag, 05. Juli 2022
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Jahreshauptversammlung für das Jahr 2018

Die Zukunft der Lehrter Feuerwehrhäuser ist auch in Aligse ein Thema

Rund 60 Gäste waren der Einladung von Ortsbrandmeister Alf-Eric Wischnat zur Jahreshauptversammlung gefolgt, darunter neben dem Lehrter Bürgermeister auch der stellvertretende Ortsbürgermeister Martin Schiweck, der stellvertretende Stadtbrandmeister Norbert Zilz, die stellvertretende Brandschutzabschnittsleiterin Regina Lehnert sowie weitere Vertreter aus der Stadtfeuerwehr Lehrte. Die Abordnung aus der Partnerfeuerwehr Wolmirsleben ließ sich aufgrund der Witterung entschuldigen.

Aus 23 Einsatzkräften, darunter zwei Frauen bestehe die Ortsfeuerwehr Aligse derzeit, berichtete der Ortsbrandmeister. Hinzu kommen zwei Fachberater in der Kinderfeuerwehr, ein Taucher, fünf Mitglieder in der Altersabteilung, fünf Jugendfeuerwehrmitglieder und sechs Kinderfeuerwehrmitglieder. Zu 42 Einsätzen (2017: 57) wurde die Ortsfeuerwehr gerufen. Drei Kleinbrände, 14 technische Hilfeleistungen und ein Fehlalarm waren im Ort zu verzeichnen. Die Ortsfeuerwehr Aligse, die mit der Ortsfeuerwehr Steinwedel den 3. Zug der Stadtfeuerwehr Lehrte bildet, war aber auch überörtliche im Einsatz. So rückte die Ortsfeuerwehr zu 21 nachbarschaftlichen Löschhilfen und einer nachbarschaftlichen Hilfeleistung aus. Zudem wurden zwei Brandsicherheitswachen gestellt.

Die Einsätze brachten erneut viele unterschiedliche Herausforderungen mit sich: Sturmschäden, Verkehrsunfälle, kleine Brände, eine Ölspur und auch viele Einsätze im Lehrter Stadtgebiet waren zu verzeichnen.

Im vergangenen Juli wurde mit Maximilian Wilzewski ein neuer stellvertretender Ortsbrandmeister gewählt, da der bisherige Inhaber Rolf Ehlers sein Amt zur Verfügung stellte. Zum großen Bedauern der Ortsfeuerwehr verstarb Rolf Ehlers im Oktober vergangenen Jahres.

Neben dem Übungs- und Einsatzdienst nahm die Ortsfeuerwehr auch wieder am gesellschaftlichen Leben im Ort teil. Die im Jahr zuvor ausgefallene Lasershow zum Laternenumzug lockte viele Besucher und war ein großer Erfolg, so Alf-Eric Wischnat. Die Feldmark wurde zusammen mit der Kinder- und Jugendfeuerwehr gereinigt, die Ortsfeuerwehr nahm am Volkstrauertag und Weihnachtsmarkt teil.

Natürlich war auch das Feuerwehrgerätehaus ein Thema: "Es muss was getan werden", so der Ortsbrandmeister, der allerdings optimistisch nach vorne schaue.

Dank für die geleistete Arbeit sprach nicht nur Lehrtes Bürgermeister aus, sondern auch der stellvertretende Ortsbürgermeister wie auch der Vorsitzende der Schützengesellschaft, Wolfgang Nordmann. "Es freut mich, wie maßgeblich ihr das Dorfleben unterstützt", betonte Martin Schiweck. Der Schützenchef sprach besonders seinen Dank für die Begleitung des Schützenfestes aus, aber auch für das viele ehrenamtliche Engagement im Ort.

Eine besondere Ehrung konnte die stellvertretenden Brandschutzabschnittsleiterin Regina Lehnert vornehmen: Für seine langjährige Tätigkeit, vor allem in der Tauchergruppe wie auch als Lehrtaucher, ehrte sie Helmut Engelke mit der Ehrennadel des Feuerwehrverbandes Region Hannover. Er erhielt zusammen mit Alf-Eric Wischnat noch eine zweite Auszeichung. Beide sind seit 40 Jahren aktiv in der Feuerwehr und wurden daher mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.

Neue Dienstgrade verlieh der stellvertretende Stadtbrandmeister Norbert Zilz. Er ernannte Justin-Alessandro Wischnat und Andre Braun zu Feuerwehrmännern. Gleich vier Mitglieder wurde der Dienstgrad eines Löschmeisters verliehen: Jens Warmbold, Jens Hinrichs, Kai Warmbold und Maximilian Wilzewski wurden die Ernennungsurkunden und Dienstgradabzeichen überreicht.

Am Ende erbat Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk noch einmal das Wort, um einige Dinge klarzustellen. Beim Schlusspunkt "Verschiedenes" der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Aligse am gestrigen Sonnabend, 2. Februar 2019, in der Grundschule äußerte ein Mitglied seine Bedenken über die Zukunft der Feuerwehrhäuser wie aber auch der Feuerwehren Lehrtes im Allgemeinen. Er befürchte "technokratische statt sozialgesellschaftlichen" Entscheidungen, die das Wesen der Feuerwehr als wichtiger Bestandteil des Ortes in Frage stellen würden. Punkte, die der Bürgermeister auszuräumen versuchte. "Natürlich geht es darum, dass die Feuerwehren primär für den Brandschutz da sind, aber auch fest zu den Orten gehören", betonte er. Die Befürchtung, dass in Zukunft - bei fast allen Lehrter Feuerwehrhäusern stehen Investitionen in Form von Umbauten, Anbauten oder vielleicht auch Neubauten an - die Feuerwehrhäuser aufgrund von rein dem Brandschutz unterliegenden Vorschriften gebaut oder gar Feuerwehrhäuser zusammengelegt werden, konnte der Bürgermeister ausräumen. "Wir brauchen alle zehn Ortsfeuerwehren", so Sidortschuk. Und auch solle kein Neubau auf der grünen Wiese am Rande des Ortes oder gar zwischen zwei Orten errichtet werden, sondern die Feuerwehren Bestandteil des Ortes bleiben. Wichtig sei ihm in diesem Zusammenhang, dass neben dem Brandschutz die Feuerwehrhäuser auch ein Ort seien, wo sich die Mitglieder gerne aufhalten: "Das Ehrenamt muss sich wohlfühlen", unterstrich Sidortschuk. Hinsichtlich der beiden neu einzustellenden hauptamtlichen Gerätewarte bezog er ebenfalls Stellung: "Wir werden hier keine Berufsfeuerwehr einrichten", so Sidortschuk. Die hauptamtlichen Gerätewarte seien Mitarbeiter der Stadt Lehrte und zeitgleich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. "Sie werden aufgrund ihrer Anstellung auch keinen Stern mehr auf der Schulter haben", betonte er. Gerade im Hinblick auf die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte setzt die Stadt Lehrte darauf, dass die hauptamtlichen Gerätewarte bei Einsätzen unterstützen, hierbei aber nicht anders gestellt seien, als andere Einsatzkräfte.

Aufn.: Helmut Steinseifer

Sohn rettet seinen Vater aus brennendem Haus

Am gestrigen Montag, 21. Januar 2019, ist es um kurz nach 21 Uhr zu einem Feuer in einer Wohnung eines landwirtschaftlichen Betriebes in der Dorfstraße in Steinwedel gekommen.

Bei der Erkundung der Einsatzstelle wurden der Inhaber des Hofes sowie sein Sohn bereits außerhalb des Gebäudes angetroffen. Der Inhaber hatte den Brand bemerkt und noch versucht ins Freie zu gelangen, war jedoch gestürzt und hatte sich dabei verletzt. Als sein Sohn auf das Feuer aufmerksam wurde, rettete er seinen Vater aus der Wohnung, wobei dieser sich in der Zwischenzeit eine starke Rauchgasvergiftung zugezogen hatte. Vater und Sohn wurden vom Rettungsdienst behandelt und in ein Krankenhaus gebracht. 

Da sich keine weiteren Personen mehr im Gebäude befanden, konnte durch die Feuerwehr umgehend eine umfangreiche Brandbekämpfung eingeleitet werden, so dass der Brand gegen 22 Uhr unter Kontrolle war.

Aufn.: Helmut Steinseifer

Das Feuer konnte durch die Einsatzkräfte auf den unteren Wohnbereich des Hause begrenzt werden, so dass der direkt an das Wohnhaus angrenzende Stall mit dem darin befindlichen Vieh nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zu der Brandursache und der Schadenhöhe liegen derzeit noch keine Informationen vor. Die Kriminalpolizei hat noch am Abend die Brandursachenermittlung aufgenommen. Nach Abschluss der Brandbekämpfung wurde das Wohnhaus noch durch Kräfte des THW Lehrte gesichert.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Aligse, Lehrte und Steinwedel, die Einsatzleitkomponente der Stadtfeuerwehr mit insgesamt 76 Einsatzkräften und 12 Einsatzfahrzeugen, der stellvertretende Stadtbrandmeister, der Feuerwehr-Pressesprecher, das THW Lehrte, der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug, sowie die Polizei.

Die Feuerwehr gibt es jetzt auch als Quartett

32 Spielkarten, 32 Fahrzeuge: Die Feuerwehr Lehrte hat als erste in der Region Hannover ein exklusives Quartettspiel aufgelegt. Damit präsentiert sie fast den gesamten Fuhrpark aller Ortsfeuerwehren. 

Feuerwehr- und Autofans sowie Spielefreunde bekommen jetzt vermutlich glänzende Augen: Die Feuerwehr Lehrte hat ein Quartett mit nahezu allen Fahrzeugen der Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet aufgelegt. Das ist ebenso pfiffig und witzig wie einzigartig in der Region Hannover. Auf dem 32 Spielkarten ist die Drehleiter mit Korb der Ortsfeuerwehr Lehrte ebenso vertreten wie der Gerätewagen Tier der kleinen Ortsfeuerwehr Röddensen, der Einsatzleitwagen 2 aus Ahlten und das Tragkraftspritzenfahrzeug-Wassertank aus Aligse. 

Mit Bildern von den Fahrzeugen ist es allerdings nicht getan: Der Kartenspieler bekommt, wie es sich für ein echtes Quartettspiel gehört, auch die wichtigsten technischen Daten der Fahrzeuge geliefert. Hubraum, Leistung, Länge, Drehzahl und Sitzplätze. Spitze beim Hubraum ist beispielsweise die Drehleiter mit Korb aus Hämelerwald mit 7685 Kubikzentimetern. Dafür punktet das „HLF 20/24“ aus Ahlten mit einer satten Leistung von 340 PS. 

Interessant ist dieses ungewöhnliche Quartett sicherlich nicht nur für die Mitglieder der Lehrter Kinder- und Jugendfeuerwehren. „Vielleicht hilft das Spiel auch dem einen oder anderen von uns im Hinblick auf die Funknamen der Fahrzeuge“, sagt Stephan Keil, Pressesprecher der Feuerwehr Lehrte, augenzwinkernd. Jedes Mitglied der Ortsfeuerwehr Lehrte habe ein Exemplar des Kartenspiels bekommen. Doch vor allem soll das Quartett bei der Mitgliederwerbung helfen.

„Ich weiß von keiner anderen Feuerwehr, die etwas Ähnliches hat. Zumindest nicht in der Region Hannover“, sagt Keil ein wenig stolz. Wer genau die Idee innerhalb der Ortsfeuerwehr hatte, das Spiel aufzulegen, lasse sich indes nicht mehr nachvollziehen. „Aber der Ortsbrandmeister Marc Wilhelms war mächtig daran beteiligt“, sagt Keil. Ganz demokratisch wurden dann alle Ortsfeuerwehren mit ins Boot genommen. Niemand sollte sich übergangen fühlen. „Daher müssten nun fast alle Fahrzeuge im Stadtgebiet auf den Spielkarten zu sehen sein“, betont Keil. Seines Wissens fehle in der Kollektion nur der MTW (Mannschaftstransportwagen) der Ortsfeuerwehr Lehrte. Aber ein Quartettspiel mit 33 Karten gibt es halt nicht.

Bei der Herstellung des Spiels war Melanie Janisch, die Kreativfrau der Feuerwehr Lehrte, vorneweg. „Sie hat bestimmt 95 Prozent der Arbeit gemacht“, sagt Keill über die Feuerwehrfrau, die bereits Werbeartikel Nummer eins, ein Malbuch, entworfen und verwirklicht hatte.  Auch die Fotos der Fahrzeuge stammen aus erster Feuerwehrhand. „Die hat Benjamin Rüger aus der Ortsfeuerwehr Arpke gemacht. Jedesmal, wenn das Wetter einigermaßen war sind Melanie und er rausgefahren und haben fotografiert.“ 

So entstanden tolle Fotos: Feuerwehrautos vor dem Rathaus, vor den Feuerwehrgerätehäusern oder in der Lehrter Landschaft –alle bestens in Szene gesetzt.  Die Gerätewarte lieferten die technischen Daten. Eigentlich sei das Quartettspiel vom Arbeitsaufwand her unbezahlbar, meint Keil. Aber weil es so viel Spaß macht, außergewöhnliche Ideen zu verwirklichen, ist in der Ideenschmiede der Lehrter Feuerwehr noch lange nicht Schluss: „Wir planen schon etwas Neues“, kündigt Keil geheimnisvoll an. Was genau das ist, mag er aber noch nicht verraten.

Ein kleiner Wermutstropfen für alle, die das Kartenspiel mit der passenden Artikelnummer 112-2  jetzt unbedingt haben wollen: Es ist nicht käuflich zu erwerben. „In erster Linie sind die Quartetts zur Mitgliedergewinnung gedacht“, betont Keil.  Doch jede Ortsfeuerwehr habe ein eigenes Kontingent der ersten, 1500 Stück zählenden Auflage erhalten. Die Ortsfeuerwehr Lehrte hat zum Eigenbedarf weitere 1500 Stück nachgeordert.  „Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten und dort vorbeizukommen, wo die Feuerwehren präsent sind“, sagt Keil. Zum Beispiel werde es einen Feuerwehrstand auf der Lehrter Familien- und Frühjahrsmesse  vom 9. bis 11. März auf dem Schützenplatz geben. 

Unwettereinsätze in Aligse

Am Donnerstag den 18.01.2018 wurden die Feuerwehr Aligse um 15:24 zur Bereitstellung alarmiert. Der erste Einsatz befand sich auf der Peiner Heerstraße, dort ist ein Baum auf die Straße gefallen und hat eine halbe Fahrspur blockiert. Ein zweiter Baum ist auf ein naheliegendes Dach gefallen, diesen konnten wir ebenfalls ohne weiteren Schaden entfernen.

Nach der Abarbeitung des Einsatzes wurde der MTW auf die B443 gerufen um ein Fahrzeug, welches für weitere Zwecke benötigt wurde, abzulösen. Auf der Bundesstraße hat sich ein Lkw-Unfall ereignet. Der Anhänger des nicht beladenen Lkws wurde durch den Wind umgedrückt.

Der dritte Einsatz ereignete sich auf der Aligser Dorfstraße, dort drohten zwei Bäume auf die Straße zufallen. Aus Sicherheitsgründen wurden diese entfernt, um keine Unfälle zu riskieren. Die Straße musste für die Fällung und einen Teil der Aufräumarbeiten vollgesperrt werden.

Baumunfall zwischen Kolshorn und Aligse endet tödlich

Am heutigen Mittwochmorgen, 22. August 2018, wurden die Ortsfeuerwehren Lehrte, Aligse und Steinwedel um 5:49 Uhr zu einem Verkehrsunfall nach Aligse gerufen. "Eingeklemmte Person" hieß es in der Alarmierung der Feuerwehren.

Als diese auf dem Verbindungsweg zwischen Aligse und Kolshorn eintrafen, fanden sie ein Auto vor, dass von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt war. Hierbei war der Fahrer schwer in seinem Fahrzeug eingeklemmt worden.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten die Einsatzstelle ab und stellten den Brandschutz sicher. Der Fahrer des Pkw musste mittels hydraulischem Rettungssatz aus seinem Fahrzeug befreit werden, erlag aber noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Anschließend übergab die Feuerwehr die Unfallstelle an die Polizei, damit diese die Unfall- und Beweisaufnahme durchführen konnte.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Lehrte, Aligse und Steinwedel mit 30 Einsatzkräften, ein Rettungswagen und ein Notarzt sowie die Polizei.

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Rekordeinsatzjahr für die Ortswehr Aligse

Zu 57 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Aligse im vergangenen Jahr alarmiert. Nach 28 in 2016 bedeutet dies mehr als eine Verdopplung an. "Das ist ein Rekord der Ortswehr Aligse", gab der Ortsbrandmeister von Aligse, Alf-Eric Wischnat, in seinem Jahresbericht am vergangenen Sonnabend, 3. Februar 2017, während der Jahreshauptversammlung in der Grundschule Aligse bekannt. 

Unter den rund 50 Anwesenden konnte er unter anderem den Ortsbürgermeister Frank Seger, den stellvertretenden Stadtbrandmeister Heinz-Georg Montag, den Ordnungsamtsleiter Michael Großmann Ehrenstadtbrandmeister Erich Weber, Vertreter des Ortsrates, Schützenvereins und Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaften, den Förderverein wie auch viele fördernde Mitglieder, und Abordnungen der benachbarten Wehren aus Steinwedel, Lehrte und Kolshorn begrüßen.

Wären nicht die nachbarschaftlichen Hilfen gewesen, immerhin 32 an der Zahl, wäre es ein "normales" Jahr für die Ortswehr gewesen. Die Alarmierung zu Einsätzen außerhalb Aligses komme gerade tagsüber häufiger vor, wenn die Ortswehren aus Aligse und Steinwedel als 3. Zug der Stadtfeuerwehr Lehrte oftmals in die Kernstadt gerufen werden, um dort zu unterstützen. In Hinblick auf die Einsatzzahlen betonte der stellvertretende Stadtbrandmeister Heinz-Georg Montag, "wie wichtig ihr für die Stadtfeuerwehr seid. Die Bürgerinnen und Bürger können stolz auf ihre Feuerwehr sein". Auch Ortsbürgermeister Frank Seger zeigte sich beeindruckt von den Zahlen. "Das ist schon ein Hammer, das ist Wahnsinn", urteilte er und dankte den Aktiven wie auch ihren Familien für das erbrachte Engagement. Aber auch innerhalb des Ortes sei die Ortswehr nicht wegzudenken. "Ihr seid eine tragende Säule unserer Dorfgemeinschaft", so Seger, der sich ebenso für die Hilfe bei größeren Veranstaltungen im Ort wie dem Laternenumzug, Weihnachtsmarkt oder die Teilnahme am Volkstrauertag bedankte. 

Bei den Einsätzen im vergangenen Jahr war vom Papierkorbbrand am Bahnhof, der mit einer Kübelspritze abgelöscht wurde, über einen Laubenbrand bis zu Großfeuern in Lehrte, deren Löscharbeiten mehrere Tage andauerte, alles dabei. Zudem galt es unter anderem auch umgestützte Bäume zu beseitigen oder ausgelaufenes Hydrauliköl aufzunehmen. Hierzu ist aber auch Material notwendig. So hat der Förderverein eine Wärmebildkamera angeschafft, aber auch die Jugendarbeit unterstützt. Hinsichtlich des Zustandes der Feuerwehrhäuser berichtete Ordnungsamtsleiter Michael Großmann vom Bau der Feuerwache in Lehrte, nicht ohne hinzuzufügen, dass es in" nahezu allen Feuerwehrhäusern Handlungsbedarf gibt" und dass "wir die anderen Häuser nicht aus dem Augen verlieren, damit sie ihren anspruchsvollen Job wahrnehmen können". Und fügte hinzu: "Ausstattung kann man beschaffen, dass kostet 'nur' Geld. Was man aber braucht, sind Menschen wie sie". Er nahm die Gelegenheit wahr, um im Auftrag von Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk dem Ortsbrandmeister ein kleines Präsent zu überreichen, da dieser bereits seit 1997 im Ortskommando sitzt und zu einem der dienstältesten Ortsbrandmeistern Lehrtes gehört. 

Neben den Einsätzen nahmen die 25 Mitglieder der Einsatzabteilung - eine unveränderte Zahl nach drei Abgängen und drei Zugängen im Jahresverlauf - zudem an zahlreichen Aus- und Weiterbildungen sowie Seminaren statt. Mehr als 5000 Dienststunden kamen so zusammen, ohne hierbei Besprechungen oder Vorbereitungen mitzuzählen. "Letztes Jahr waren es um einiges mehr Stunden als im Jahr zuvor", so der Ortsbrandmeister, "denn wir waren deutlich häufiger unterwegs", wie die Bewohner an der Sirenenalarmierung unschwer erkennen könnten. 

Zu einer zukunftsorientierten Feuerwehr gehört längst auch die Jugendarbeit, die in Aligse erfolgreich betrieben wird. So konnten fünf Kinder von der Kinder- in die Jugendwehr übergeben werden. Die Jugendwehr zählt somit derzeit 12 Mitglieder, die Kinderfeuerwehr fünf Mitglieder. "Hier läuft eine hervorragende Jugendarbeit", urteilte der stellvertretende Stadtbrandmeister. Der Jugendwehr steht zudem ein besonderes Jahr bevor, denn sie feiert im Sommer beim Stadtjugendfeuerwehrzeltlager, dass im Juni im Aue-Stadion stattfinden wird, ihren 40. Geburtstag. 

Auf 40 Jahre können auch der stellvertretende Ortsbrandmeister Rolf Ehlers und Dieter Wilzewski zurückblicken - allerdings in der Einsatzabteilung. Sie bekamen für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr das Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen überreicht. Geehrt wurde zudem Jugendfeuerwehrwart Kai Warmbold, der mit der silbernen Ehrennadel der Stadt Lehrte ausgezeichnet wurde. Zum Hauptlöschmeister wurde Helmut Engelke durch den stellvertretenden Stadtbrandmeister ernannt.

Gas brennt: 120 Einsatzkräfte üben am Sülterberg

Feuerwehrleute und Einsatzkräfte des THW haben am Freitagnachmittag am Sülterberg eine ungewöhnliche Übung hinter sich gebracht. Auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke am Ortsrand trainierten sie, einen Gasbrand unter Kontrolle zu kriegen. Dabei schlugen die Flammen mitunter meterhoch in die Luft.

Es ist für Feuerwehrleute nicht ohne Weiteres möglich, unter realistischen Bedingungen zu üben. Und normalerweise wird zu diesem Zweck kein echtes Feuer entflammt. Auf dem Gelände der Stadtwerke am Sülterberg ist das mittlerweile alle drei Jahre anders. "Wir machen das regelmäßig freiwillig und laden dazu alle Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet, das THW und auch Vertreter großer Lehrter Firmen ein", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Eberth.

Rund 120 Einsatzkräfte aus allen Lehrter Ortsteilen waren am Freitagnachmittag der Einladung gefolgt. In drei betonierten Gruben ließen Mitarbeiter der Stadtwerke Gas aus unterschiedlich starken Rohren und mit einem Druck von bis zu 0,8 bar entströmen und zündeten es dann aus sicherer Entfernung an. Danach waren die Feuerwehrleute gefordert, die unter Schutzkleidung, die kurzzeitig bis zu 1200 Grad Hitze vertragen kann, sowie mit hochmodernen Löschrohren ans Werk gingen. 

"Gasbrände sind speziell", sagt Eberth: "Früher waren sie mit Wasser gar nicht zu löschen. Es mussten Schaumlöscher eingesetzt werden." Seit mehreren Jahren verfügen die Lehrter Einsatzkräfte jedoch über die sogenannten Hohlstrahlrohre. "Damit können wir gezielt und breit gefächert unterschiedliche große Wassermengen einsetzen", sagt Oberbrandmeister Silvio Fraterrigo. Das sei etwa bei einem Hausbrand wichtig, um den Schaden durch das Löschwasser gering zu halten. Bei einem Gasbrand könne man die Flamme durch gezielte Dosierung und einen besonders breiten Strahl quasi "einfangen und runterdrücken", wie es Fraterrigo ausdrückt.

Wichtiger Hinweis:

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